Cloudflare-Cache vom Handy aus leeren
Einen Cloudflare-Cache kann man vom Handy auf drei Arten leeren: über das Cloudflare-Dashboard im mobilen Browser, über einen API-Aufruf aus einer Terminal-App, oder über eine native App, die direkt mit der Cloudflare-API spricht. Das Dashboard funktioniert, kostet aber rund zehn Taps und einen Login; eine native App drei.
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Die Lage ist immer dieselbe. Du bist nicht am Schreibtisch, jemand meldet, dass die Seite einen alten Preis, ein abgelaufenes Banner oder den Lagerbestand von gestern zeigt, und die Korrektur ist dreißig Sekunden Arbeit — falls du drankommst.
Variante 1 — das Cloudflare-Dashboard
Das Dashboard ist responsiv und funktioniert auf dem Handy. Der Weg: dash.cloudflare.com öffnen, anmelden, Zwei-Faktor-Authentifizierung durchlaufen, Konto wählen, Zone in der Liste finden, Caching öffnen, Configuration öffnen, zu Purge Cache scrollen, Purge-Typ wählen, bestätigen.
- Kostet nichts und braucht keine Einrichtung. Es ist schon da.
- Rund zehn Taps, mehrere davon auf Bedienelementen, die für eine Maus gedacht sind.
- Jedes Mal ein voller Login, zweiter Faktor inklusive, weil mobile Sitzungen schnell ablaufen.
- Die Zonenliste wird mühsam, sobald du mehr als eine Handvoll Domains betreust.
Wer zweimal im Jahr einen Cache leert, ist hier richtig und kann den Rest dieser Seite überspringen.
Variante 2 — ein API-Aufruf aus dem Terminal
Mit einer Terminal-App wie iSH oder Termux oder einer SSH-Sitzung auf den eigenen Server ist die API eine Anfrage weit weg:
curl -X POST "https://api.cloudflare.com/client/v4/zones/ZONE_ID/purge_cache" \
-H "Authorization: Bearer DEIN_TOKEN" \
-H "Content-Type: application/json" \
--data '{"purge_everything":true}'Oder für bestimmte Dateien:
curl -X POST "https://api.cloudflare.com/client/v4/zones/ZONE_ID/purge_cache" \
-H "Authorization: Bearer DEIN_TOKEN" \
-H "Content-Type: application/json" \
--data '{"files":["https://example.com/style.css"]}'- Schnell und skriptbar, sobald es einmal steht.
- Du brauchst die Zone-ID, eine 32-stellige Hex-Zeichenkette, die irgendwo nachgeschlagen werden muss — meist in dem Dashboard, das du vermeiden wolltest.
- Der Token landet im Shell-Verlauf oder in einer Datei auf dem Gerät, was schlechter aufgehoben ist als ein Schlüsselbund-Eintrag.
- Ein curl-Kommando auf einer Handytastatur zu tippen ist Strafe genug.
Variante 3 — eine native App
Ein nativer Client legt den Token im sicheren Speicher des Systems ab, hält die Zonenliste auf dem Gerät, damit sie beim Öffnen sofort da ist, und reduziert die Sache auf: öffnen, Zone antippen, bestätigen.
Genau das ist FlarePurge. Kostenlos, ohne Backend, und der Traffic geht von deinem Gerät direkt an api.cloudflare.com über TLS mit Certificate Pinning. Kein Server von uns dazwischen, weil es keinen Server von uns gibt.
| Dashboard | curl | Native App | |
|---|---|---|---|
| Einrichtung | Keine | Token und Zone-ID | Token, einmalig |
| Taps bis zum Purge | ~10 | Kommando neu tippen | 3 |
| Login jedes Mal | Ja, mit 2FA | Nein | Nein |
| Wo der Token liegt | n/a | Shell-Verlauf oder eine Datei | Sicherer Systemspeicher |
| Mit vielen Zonen | Mühsam | Eine nach der anderen | Gruppiert und durchsuchbar |
| Selektives Leeren | Ja | Ja | Ja |
| Massen-Purge über Zonen | Nein | Nur mit eigenem Skript | Ja |
Was wählen
Wer gelegentlich leert, nimmt das Dashboard, es ist schon installiert. Wer im Terminal lebt und eine Zone betreut, fährt mit curl gut. Wer mehrere Domains für mehrere Kunden betreut und die Meldung im Zug bekommt, ist der Fall, für den eine native App gebaut wurde.
Was auch immer du wählst: leg einen eingegrenzten Token an, statt den Global API Key zu benutzen — so geht's.